Der Goldene Gartenherbst steht vor der Tür

Vom 2. September bis 16. Oktober 2022 dreht sich alles um den herbstlichen Garten. Die Gartennetzwerke im Süden Deutschlands lancieren ihr erstes gemeinsames Gartenprojekt. Viele verschiedene Gartenveranstaltungen locken ins Freie und laden zu einer Gartenauszeit.

Sei es bei der Langen Nacht der Bodenseegärten vom 2.-4. September, an der Anlagen rund um den Bodensee ihre Gartentür öffnen oder zeitgleich zu den Fürstlichen Gartentagen auf Schloss Langenburg. Die Gartenträumen Stauferland laden mit bunten Märkten, Kunst und Kulinarik zu einem farbenfrohen Besuch ein. Parks und Gärten als echte Sehnsuchtsorte. Mal sind es grüne Refugien mit Weitblick über Seen und Berge, mal sind es von üppiger Parklandschaft umgebene Schlösser mit langjähriger Geschichte oder auch zauberhafte kleine Privat- und Bauerngärten.

Weitere Highlights beim Goldenen Gartenherbst vom 2.9.-16.10.2022 werden sein: das Gräfliche Schlossfest auf der Insel Mainau vom 29.09.-02.10.2022, Waldbaden auf Burg Gamburg vom 10.09. sowie Waldcharity auf Schloss Weissenstein am 11.09. Mehr zu den Veranstaltungen finden Sie auf unserer neuen Webseite: www.traumgaerten-im-sueden.eu – Goldener Gartenherbst.

„Unsere Zusammenarbeit ist effizient, unkompliziert und gewinnbringend. Wir werden dies weiterführen und auch zukünftig voneinander profitieren“, ist sich Stefanie Kutil von den Gartenträumen Stauferland sicher. Seit Anfang 2021 kooperieren die drei Gartennetzwerke von Baden-Württemberg. Dies sind das internationale Netzwerk der „Bodenseegärten“ mit 45 Parks und Gärten in vier Ländern, das „Hohenloher Gartenparadies“ mit über 20 Mitgliedern und die erst 2020 gegründeten „Gartenträume Stauferland“ mit ihren Gartenmitgliedern.

Traumgärten im Süden, Pressemeldung Goldener Herbst

Weitere Informationen zu den beteiligten Gartennetzwerken.

Unsere Mitglieder im SWR

Immer wieder werden unsere Mitglieder vom SWR besucht oder sind zu Gast im Studio. Hier eine Auswahl aus dem Jahr 2022:

12.08.2022 SWR1 Leute: Burg Hohenzollern

21.07.2022 Landesschau: Burg Hohenzollern

17.06.2022 Kaffee oder Tee: Schloss Neuenbürg

25.04.2022 Sagenhafte Orte: Schloss Waldburg

22.04.2022 Landesschau: Baron Max-Richard Freiherr von Raßler ist stolz auf sein Schloss Weitenburg

20.04.2022 Sonntagsspaziergang: Schloss Bruchsal

13.02.2022 Room-Tour: Schloss Weitenburg

08.02.2022 Landesschau: Schloss Langenburg

 

Tierisch gut – Schlosserlebnistag 2022

Tierisch gut und tierisch was los

Am 19. Juni wird in Baden-Württemberg Schlosserlebnistag gefeiert

Tiere leben in und um Burgen und Schlösser, treiben sich in herrschaftlichen Gärten herum und wurden in Kunstwerken verewigt. Grund genug, dachte sich der Vorstand des baden-württembergischen Schlösservereins, sie beim alljährlichen landesweiten Schlosserlebnistag in den Mittelpunkt zu stellen.

Sei es der Adler, der über dem Portal im Wappen thront, der treue Jagdhund oder das geliebte Pferd, die nie die Dienste versagten, das zierliche Schoßhündchen oder die Bracke, die selbst noch die letzte Ruhestätte zieren – Tiere waren und sind in den ehemaligen Herrschaftssitzen überall zu entdecken. Als sich die Verantwortlichen des Vereins Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg überlegten, welches Motto der Schlosserlebnistag 2022 erhalten sollte, war man sich schnell einig, dass nun die vierbeinigen, flügelbewehrten, kriechenden und kreuchenden Hausgenossen und -genossinnen zum Zug kommen sollten. Um an dem Tag, an dem landauf, landein insbesondere Familien eingeladen sind, in zahlreichen Veranstaltungen die Schlösser, Burgen, Klöster und historischen Gärten zu entdecken, sind sie das perfekte Team.

Adlerschwingen und Alpakas

Die Greifvögel hatten es den ehemaligen Schlossbesitzern besonders angetan, weswegen es nicht verwundert, dass es an mehreren Orten – zum Beispiel im Hohenzollernschloss Sigmaringen, wo zudem besondere Jagdtrophäen zu bestaunen sind, auf Schloss Waldburg und im Kloster Lorch – Flugschauen gibt und die Falkner Rede und Antwort stehen. In Lorch wird zudem bei verschiedenen Führungen von tierisch guten starken Frauen erzählt oder von Mönchen, Staufern und tierischen Gesellen.

Jede Menge tierische Gesellen treffen auch auf der Grabkapelle auf dem Württemberg zusammen, denn dort berichtet die Polizeihundeführerstaffel von ihrer Arbeit, während eine Imkerin vom Bienenwürfelspiel bis zum Bienenquiz viele Produkte rund um das Thema Biene präsentiert. Und als Highlight kommen auch noch die Württemberg Alpakas zu Besuch, die wunderbare Fotomotive bieten und spazieren geführt werden dürfen.

„Tierisch gute Märchenerzählungen“ werden im Schloss Aulendorf zum Besten gegeben, und der Gestiefelte Kater macht in Schloss Achberg den armen Müllersohn Hans zum Grafen. Ein ganzes Katzenkabinett wird in einer Burg eröffnet, die das tierisch Gute schon im Namen führt: in der Burg Katzenstein auf der Ostalb. E.T.A Hoffmanns fantastische Tiere werden im Rahmen eines Theaterprojekts im Gewölbekeller von Schloss Neuenbürg vorgestellt. Was haben Tiere wie Eber und Elefant mit den Adelsfamilien gemeinsam und welche Rolle spielten einst Pferde? Das erfährt man in Schloss Messkirch.

Tierische Spuren entdecken

Tierisch gute Quiztouren, bei denen es kleine und große Tiere zu entdecken gibt, finden in Schloss Langenburg und in Schloss Ettlingen statt. Letzteres wurde im Übrigen als „eingerichtetes Nestlein“ von der Markgräfin Sibylla Augusta betitelt, auch darüber kann man in Ettlingen mehr erfahren. Lustige „Tiere“ können die Besucher im Bankettsaal des Neues Schlosses Kißlegg entdecken, außerdem erzählt der Geschichtenerzähler Willi aus der Welt der Tiere. Auf die Suche nach dem Affen, der sich im Deutschen Musikautomaten-Museum versteckt hat, geht es im Schloss Bruchsal, wo auch ein „Tierisches Marionettenvorspiel“ und Bastelaktionen mit Tiermasken geboten werden. In Schloss Langenburg suchen die Familien bei der besonderen Führung „Bitte nicht füttern – Tiere im Schloss“ in verschiedenen Räumen der Residenz nach geflügelten und flauschigen Wesen. Im Grafschaftsmuseum Wertheim kann bei einer Kinderausstellung der Frage nachgegangen werden, was die Kuh im Kühlschrank macht. Und im dortigen Schlösschen im Hofgarten wird von Jazz im Park, über Kinderschminken und Verkleiden bis zu fürstlicher Tafelrunde und Schnipseljagd ein ganzes Kaleidoskop an familiengerechten Veranstaltungen entfaltet.

Was wäre ein Schlosserlebnistag ohne Genuss? Diese Frage müssen sich Besucher nicht stellen, die zum Schloss Weißenstein in Lauterstein kommen, denn dort findet ein Salonnachmittag mit Sonderführung unter dem Motto „Tierisch gut und tierisch lecker“ statt. Sie bekommen unter anderem exklusive Einblicke in das künstlerische Schaffen Prof. Manfred P. Kages und lernen das tierische Leben im und um das Schloss kennen – auch unter dem Mikroskop. Selbstverständlich wartet zudem kulinarischer Genuss.

Musikalischen Genuss bekommen die Gäste in Schwäbisch Gmünd beim Serenadenkonzert des Stadtverbands Musik&Gesang mit dem Münsterchörle und dem Akkordeonorchester Schwäbisch Gmünd geboten. Unterhaltsame und fröhliche Blasmusik mit den Butzbach-Musikanten wird im Biergarten von Schloss Filseck zum Besten gegeben, da könnte es natürlich sein, dass der ein oder die andere am nächsten Tag aufwacht und feststellt, dass er jetzt einen Kater hat.

Verführende Vielfalt

Nicht immer dreht sich beim Schlosserlebnistag alles um tierisch gute Begleiter. So wird im Park und im Schloss von Schwetzingen bei mehreren Sonderführungen der Alltag der Schlossbewohner betrachtet, die Bauleidenschaft der Wittelsbacher beleuchtet und eine Auswahl besonderer Sehenswürdigkeiten im Schlossgarten präsentiert. Rund ums Schloss Solitude drehen die Pferdestärken auf – sei es beim Seifenkistenrennen oder bei der Oldtimerausstellung im Schlosshof. Auf zahlreiche Sonderführungen kann Kloster und Schloss Salem vom Dachstuhl bis zum Weinkeller entdeckt werden, und man kann sich über Abbtey-, Lust-, Baum- und Kuchelgarten oder das Leben der Mönche informieren. Um das Thema Garten dreht es sich auch im Schlossgarten der Stadt Donzdorf. Dort heißt es Schloss.Garten.Genuss für Gartenliebhaber, Genussmenschen und Sonntagsbummler. Innerhalb des umfangreichen Rahmenprogramms kann zudem das Schloss besichtigt, ein historischer Tanz bestaunt und dem Jazz-Quartett der städtischen Musikschule gelauscht werden.

Das bunte Programm des diesjährigen Schlosserlebnistages zeigt: Nach zwei Jahren der pandemiebedingten Ruhepause schwingt sich der Schlosserlebnistag 2022 wie Phönix aus der Asche auf, um Jung und Alt vom Bodensee bis zum Main und vom Rhein bis zur Ostalb zu zeigen, dass die baden-württembergischen Schlösser, Burgen und historischen Gärten einfach tierisch gut sind.

Download: Pressemeldung zum Schlosserlebnistag 2022

Der SWR war mit der Sendung “Kaffee oder Tee” auf Schloss Neuenbürg und hat bei dieser Gelegenheit auf den diesjährigen Schlosserlebnistag hingewiesen. Den Beitrag finden Sie ab 1:09:25.

 

Goldener Herbst 2022

Noch sind wir zwar mitten im Frühling und denken nicht so gerne an den Herbst, aber natürlich laufen bei unseren Mitgliedern schon längst die Vorbereitungen für Veranstaltungen im September und Oktober. Das ist auch bei unseren Gartennetzwerken nicht anders. Die “Traumgärten im Süden” – so der Name der noch so junge Kooperation zwischen den Netzwerken “Hohenloher Gartenparadiese”, “Traumgärten Stauferland” und “Bodenseegärten” – lädt in diesem Jahr zum ersten Mal zum “Goldenen Herbst” ein. Näheres dazu finden Sie in der Pressemeldung:

Goldener Herbst 2022 der Traumgärten im Süden

Barrierefrei ins Märchen-Schloss

Schloss Neuenbürg hat als erstes Schloss in Baden-Württemberg das Zertifikat „Reisen für Alle“ erhalten

Im Vergleich zu anderen Bundesländern wurden in Baden-Württemberg bisher relativ wenige Reise- und Ausflugsziele mit dem Zertifikat „Reisen für Alle“ ausgezeichnet. Als erstes Schloss im Land hat nun Schloss Neuenbürg die Prüfung bestanden.

Burgen wurden genau genommen als Barrieren errichtet, die die Bewohner und den Gebäudekomplex schützen sollen. Und beim Bau von Schlössern dürfte kaum jemand an Menschen gedacht haben, die nicht gut zu Fuß sind, denn der Zutritt war sowieso auf wenige beschränkt und helfende Hände seitens der Bediensteten gab es genug. Inzwischen ist die Welt eine andere, Schlösser und Burgen sind zu Orten geworden, die sich geöffnet haben und besondere Besucherattraktionen darstellen. Als solche müssen oder sollten sie für alle zugänglich sein. In Sachen Barrierefreiheit ergeben sich für historische Bauwerke allerdings große Probleme, da sie eben voller Barrieren sind. Deren Beseitigung ist nicht nur teuer, sondern muss auch mit den Vorgaben des Denkmalschutzes vereinbar sein.

Um seine Mitglieder in Sachen Barrierefreiheit und Teilhabe aller zu unterstützen, setzt sich der Verein „Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg“ schon seit Jahren mit diesem Thema auseinander und widmete ihm 2015 sogar die Jahrestagung. Nun hat mit Schloss Neuenbürg im nördlichen Schwarzwald eines seiner Mitglieder als erstes Schloss in Baden-Württemberg das Zertifikat „Reisen für Alle“ erhalten. Die bundesweit gültige Kennzeichnung im Bereich Barrierefreiheit erfasst durch ausgebildete Erheber:innen, ob die erforderlichen Qualitätskriterien umgesetzt sind und stellt die für die Gäste notwendigen Informationen auf der Website bereit. Entwickelt wurden sie in mehrjähriger Zusammenarbeit mit Betroffenenverbänden und touristischen Akteuren. Interessierte können sich vorab detailliert über die jeweiligen Bedingungen an ihrem Wunschziel informieren.

Die Barrieren sind weitgehend gefallen

Schloss Neuenbürg gehört zu den Glanzlichtern der Region Nördlicher Schwarzwald und kann auf eine mehr als 800-jährige Geschichte zurückblicken. Konzerte, Wechselausstellungen und zahlreiche andere kulturelle Veranstaltungen machen das Zweigmuseum des Badischen Landesmuseums das gesamte Jahr über zu einem interessanten Ausflugsziel. Interaktive Stationen und eine Filmstation lassen die Geschichte von Schloss, Stadt und der Region erlebbar werden. Für Jung und Alt besonders reizvoll ist die begehbare Theaterinszenierung des Märchens „Das Kalte Herz“ von Wilhelm Hauff.

Wie aus dem Prüfbericht hervorgeht, erfüllen alle prüfrelevanten Bereiche die Qualitätskriterien der Kennzeichnung „Barrierefreiheit geprüft – teilweise barrierefrei für Menschen mit Gehbehinderung”. Dazu gehört unter anderem neben Behindertenparkplatz, Aufzug, entsprechendem WC und ausreichender Breite der Durchgänge auch das Angebot von Führungen für Menschen mit Gehbehinderung und Rollstuhlfahrer. Die gesamte Route ist dabei stufenlos befahrbar, und für Menschen mit Gehbehinderung stehen während der Führung mobile oder feste Sitzgelegenheiten zur Verfügung. Auf Anfrage dürfen beim Schlossbesuch auch Assistenzhunde mitgenommen werden.

„Mit dem zukunftsweisenden Schritt der bundesweit gültigen Zertifizierung konnten wir unser Angebot für diese Zielgruppen nun signifikant erweitern“, freut sich Schlossleiterin Jacqueline Maltzahn-Redling zusammen mit Gabriele Häußermann, Stadtkämmerin von Neuenbürg. Maltzahn-Redling, die zugleich Erste Vorsitzende des Vereins „Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg“ ist, zu dem mehr als 100 Baudenkmäler im Südwesten gehören, sieht außerdem auch in Zukunft das Thema Barrierefreiheit und Teilhabe aller auf der Agenda des Vereins. Sie hofft, dass noch viele dem Beispiel von Schloss Neuenbürg folgen.

Genuss in historischen Gemäuern

In unseren Schlössern, Burgen, Klöstern und Gärten lässt sich bestens genießen. Wein vom Klosterberg, Soirée Royale oder Kaffeekränzchen im barocken Schloss, Picknick im historischen Park oder L‘Apéritif au Jardin mit der Adelsfamilie – hier finden Sie zahlreiche Highlights, und es kommen immer wieder neue hinzu.

 

 

Schlosserlebnistag 2021

Frauen am Hofe konzentrieren sich im Südosten – Der Schlosserlebnistag 2021 findet in Oberschwaben statt

Baden-Württemberg – Am Sonntag, dem 20. Juni 2021, findet der beliebte „Schlosserlebnistag“ zum 10. Mal statt. Auf Grund der Coronakrise wird er allerdings nur in Oberschwaben gefeiert.

Im Norden, Süden, Osten und Westen Baden-Württembergs hätte es am 20. Juni 2021 vor Frauen am Hof und vielen Gästen wimmeln sollen, denn am dritten Sonntag im Juni veranstalten die Mitglieder des Vereins „Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg e.V.“ seit mehreren Jahren den landesweiten Schlosserlebnistag. Als Thema für den beliebten Familientag war 2021 „Frauen bei Hofe“ geplant, ein Thema, das ein breites Spektrum an Veranstaltungen erlaubt. Für einen gelingenden Schlossererlebnistag müssen die Vorbereitungen jedoch zu einem Zeitpunkt beginnen, an dem in diesem Jahr noch nicht abzusehen war, ob der Pandemieverlauf die Öffnung der beliebten und traditionsreichen Sehenswürdigkeiten erlauben würde. Deshalb entschlossen sich die meisten Verantwortlichen nach sorgfältiger Abwägung, nicht am diesjährigen Schosserlebnistag teilzunehmen.

Anders in Oberschwaben, wo die Corona-Zahlen schon früh einen günstigeren Verlauf erwarten ließen als in anderen Regionen. Dort wurde in sieben Schlössern alles auf eine Karte gesetzt und mutig geplant. So wie es aussieht, wird dieser Mut am kommenden Sonntag belohnt. Unter Einhaltung der Sicherheits- und Hygienebestimmungen wird es in den Schlössern Achberg, Aulendorf, Kißlegg, Meßkirch, Mochental, Sigmaringen und Tettnang ein buntes Programm rund um geschwätzige Gräfinnen und Zofen, kunstsinnige Fürstinnen und reisende Malerinnen geben. Jung und Alt, weiblich oder männlich – alle Generationen werden auf ihre Kosten kommen und einen spannenden Tag an den oberschwäbischen Höfen erleben. Die übrigen Vereinsmitglieder sind zuversichtlich, dass sie 2022 wieder antreten können, wenn es heißt: „Tierisch gut“.

Schlosserlebnistag 2021

Schlosserlebnistag 2021

Gartentourismus in Baden-Württemberg

Gärten sind Besucherattraktionen, deren Potenzial nun wissenschaftlich untersucht wird

England ist das Eldorado der reisenden Gartenliebhaber und -liebhaberinnen, könnte in Zukunft auch Baden-Württemberg zu deren bevorzugten Zielen gehören? Im Rahmen des „Brückenprogramms Touristik“ wird bis Ende des Jahres an der DHBW Ravensburg untersucht, ob und wie sich die allgemeine Garten-Begeisterung für den Tourismus in Baden-Württemberg nutzen lassen könnte. Kooperationspartner ist der Verein „Schlösser, Burgen, Gärten Baden-Württemberg e.V.“, unter dessen Dach sich zwei Gartennetzwerke und zahlreiche Schloss-, Burg- und Klostergärten versammeln.

Die Insel Mainau oder die Schlossparks von Schwetzingen und Weikersheim sind allgemein bekannte und beliebte Ausflugsziele. In Baden-Württemberg gibt es aber viele weitere Gartenattraktionen, nur blühen sie oft im Verborgenen. Da ist etwa Schloss Hohenstadt auf der Ostalb mit einem der ältesten Heckengärten Deutschlands oder der Abteigarten von Kloster Bronnbach im Taubertal mit seinen barocken Charakteristika. Zahlreiche dieser Gärten haben sich im Verein „Schlösser, Burgen, Gärten Baden-Württemberg e.V.“ zusammengefunden, und rund 25 von ihnen präsentieren sich in den Gartennnetzwerken „Gartenträume Stauferland“ und „Hohenloher Gartenparadies“. Zudem besteht eine Kooperation mit dem länderübergreifenden Netzwerk der „Bodenseegärten“. Doch in wie weit können all diese Gärten Gäste anziehen und den Tourismus in den meist ländlichen Regionen ankurbeln? Im Rahmen des „Brückenprogramms Touristik“ startet nun an der DHBW Ravensburg das Projekt „Gartentourismus in Baden-Württemberg“, dessen Ziel es ist, die Potenziale des Gartentourismus im Land zu untersuchen und Handlungsempfehlungen zu formulieren. Hierzu wird derzeit an der Hochschule die Stelle einer Projektmitarbeiter*in ausgeschrieben.

„Das Potenzial des Gartentourismus für die Zukunft haben wir erkannt“, betont Jacqueline Maltzahn-Redling, Vorsitzende des Schlösservereins, „und wir sehen daher eine unserer Kernaufgaben darin, die Vernetzung der Betreiber und Besitzer von Gartenanlagen voranzutreiben, wie dies jüngst bei den Gartenträume Stauferland und dem Hohenloher Gartenparadies geschehen ist. Das Projekt kommt für uns zum richtigen Zeitpunkt, denn die Auswirkungen der Klimaveränderungen sind bereits spürbar, ganz zu schweigen von den durch Covid-19 verursachten wirtschaftlichen Langzeitschäden.“

„Das Projekt soll helfen, die vorhandenen Potenziale des Gartentourismus in Baden-Württemberg weiter zu heben und auszuschöpfen. Dabei sollen als Grundlage für die Überlegungen zum einen die Lernerfahrungen der COVID-19-Pandemie herangezogen werden, zum anderen sollen aber auch anstehende Herausforderungen durch den Klimawandel sowie durch partielle Overtourism-Situationen mit in die Betrachtung einfließen“, beschreibt Prof. Dr. Conny Mayer-Bonde von der DHBW Ravensburg die Zielsetzung.

Stellenausschreibung Projektmitarbeiter*in (m/w/d)

Zur Pressemeldung der DHBW Ravensburg

Wechsel an der Spitze

Bei der Mitgliederversammlung des Vereins am 2. Dezember 2020, die wegen des Pandemiegeschehens nicht wie geplant auf der Insel Mainau stattfand, sondern virtuell, gab es einen Wechsel an der Spitze. Neue Vorsitzende wurde die bisherige Stellvertreterin Jacqueline Maltzahn-Redling, Leiterin von Schloss Neuenbürg im Schwarzwald. Zu ihrem Stellverteter wurde Goswin von Mallinckrodt von der Gamburg im Taubertal gewählt. Sein bisheriges Amt als Schriftführer gab er an Oliver Kage von Schloss Weißenstein in Lauterstein ab.

Michael Hörrmann, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg (SSG BW) und von der Gründung 2011 bis 2018 1. Vorsitzender, übergab den Staffelstab für seinen Beiratssitz Dr. Moritz Lange. Dieser ist als Konservator Archäologie und Projektleiter Keltenerlebniswelt Heuneburg bei der SSG BW im Bereich Sammlungen und Vermittlung tätig. Herr Hörrmann bleibt dem Verein als Ehrenvorsitzender erhalten.

Interview mit der 1. Vorsitzenden Jacqueline Maltzahn-Redling:

Pforzheimer Kurier vom 13.1.21

Muehlacker Tagblatt E-Paper-Ausgabe, 14 Dezember 2020

Absage Schlosserlebnistag 2020

Die Musik spielt 2020 nicht auf

Der 10. landesweite Schlosserlebnistag wurde abgesagt

Baden-Württemberg – Am Sonntag, dem 21. Juni 2020, sollte in vielen baden-württembergischen Schlössern, Burgen und historischen Gärten der beliebte „Schlosserlebnistag“ zum 10. Mal stattfinden. Auf Grund der Coronakrise wurde er abgesagt.

In den schönsten und traditionsreichsten Sehenswürdigkeiten des Landes hätte es am 21. Juni singen und klingen sollen. Konzerte, Führungen und Lesungen rund um das Thema Musik waren geplant, um den Besuchern in Schlössern, Burgen und herrschaftlichen Gärten ein wundervolles Klangerlebnis zu bescheren. Zu groß waren aber die Unwägbarkeiten und organisatorischen Probleme, die die Covid-19-Pandemie mit sich brachte. Deshalb entschlossen sich die Verantwortlichen des Vereins „Schlösser, Burgen, Gärten Baden-Württemberg e.V.“ nach sorgfältiger Abwägung, den diesjährigen Schosserlebnistag abzusagen.

Die Entscheidung fiel besonders schwer, da es sich um ein Jubiläum gehandelt hätte. Der landesweite Schlosserlebnistag wurde 2011 aus der Taufe gehoben, schnell entwickelte er sich zu einem Erfolgsmodell. Jahr für Jahr kletterten die Besucherzahlen in die Höhe. Tausende von Menschen, insbesondere Familien mit Kindern, nutzten den Tag für Ausflüge, bei denen nicht nur interessante Orte zu erleben waren, sondern auch ein attraktives Programm geboten wurde.

„Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, erklärt der Erste Vorsitzende Philipp Fürst zu Hohenlohe-Langenburg. „Wir feiern unser Jubiläum eben im kommenden Jahr umso intensiver. Das Thema steht schon fest, wir werden die höfischen Damen in den Mittelpunkt stellen.“ Sicher wird dann auch an vielen Orten Musik zu hören sein, denn immerhin gab es unter den Frauen an den Höfen äußerst talentierte Sängerinnen, Tänzerinnen, Komponistinnen und Virtuosinnen.