Wege in die Zukunft – Jahrestagung 2021

Am 21. Oktober 2021 findet auf der Insel Mainau die Jahrestagung des Vereins statt. Die Corona-Pandemie, der Klimawandel, der digitale Fortschritt – die Herausforderungen, denen historische Monumente gegenüberstehen, sind enorm. Vielen Betreiberinnen und Betreibern droht darüber die Perspektive verloren zu gehen. Wie soll es weitergehen, in welche Richtung sollen sie sich orientieren, wie kann all das bewältigt werden? Welchen Impact haben Besuchermonumente auf ihre Umgebung?
Diesen wichtigen und auch konträren Fragen wird die diesjährige Fachtagung des Vereins Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg e.V. praxisgerecht nachgehen. Hier kann man sich über den neusten Diskussionsstand zum Thema „Wege in die Zukunft“ für historische Besuchermonumente informieren und die Herausforderungen und Chancen für das eigene Monument ausloten.

SBG Jahrestagung Insel_Mainau_2021

PM_MV_Tagung_Mainau_20_21.10.21

Traumgärten im Süden

PRESSEMELDUNG 2021

Drei Gartennetzwerke arbeiten zusammen

Traumgärten im Süden

Die Gärten und Parks im Süden Deutschlands sind für viele Liebhaber der Region echte Sehnsuchtsorte. Mal sind es grüne Refugien mit Weitblick über Seen und Berge, mal sind es von üppiger Parklandschaft umgebene Schlösser mit langjähriger Geschichte, mal zauberhafte kleine Bauerngärten. Seit kurzem kooperieren die drei Gartennetzwerke von Baden-Württemberg zusammen. Dies sind das internationale Netzwerk der „Bodenseegärten“ mit über 40 Parks und Gärten in vier Ländern, das „Hohenloher Gartenparadies“ mit rund 20 Mitgliedern und die erst 2020 gegründeten „Gartenträu2021-Traumgärten im Süden_PM01_2021me Stauferland“ mit ihren Gartenmitgliedern.

Die Zusammenarbeit entstand Anfang 2021 und intensivierte sich über die Monate, so ist denn auch ein gemeinsamer Anlass für Herbst 2022 geplant. „Wir sind sehr erfreut, dass sich aus diesem losen Kontakt eine konkrete Zusammenarbeit mit einem Zusatznutzen für unsere Gäste entwickelt“, meint denn auch Franz Petzold von der Insel Mainau und Mitglied im Verein „Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg“, zu dem die Gartennetzwerke „Hohenloher Gartenparadies“ und „Gartenträume Stauferland“ gehören.

Kontakt

Verein Bodenseegärten, Schloss Arenenberg, 8268 Salenstein, Tel. +41 58 345 74 27, info@bodenseegaerten.eu, www.bodenseegaerten.eu, www.facebook.com/bodenseegaerten, www.instagram.com/bodenseegaerten

Geschäftsstelle Gartennetzwerk, Gartenträume Stauferland
c/o Touristik & Marketing GmbH, Marktplatz 37/1, 73525 Schwäbisch Gmünd, Tel. +49 172 71 29 296, stefanie.kutil@gartentraeume-stauferland.de, www.gartentraeume-stauferland.de

Hohenloher Gartenparadies, c/o Touristikgemeinschaft Hohenlohe e.V., Allee 17, 74653 Künzelsau, Tel. +49 7940 18 221, info@hohenlohe.de, www.hohenloher-gartenparadies.de

Traumgärten im Süden, September 2021

Kurzporträts der drei Gartennetzwerke

 

Bodenseegärten

Seit 2013 steht das internationale Netzwerk „Bodenseegärten“ für die Gartenschätze der Bodenseeregion und lädt zu Erkundungstouren durch mehr als 40 Parks und Gärten in vier Ländern ein. Die Besucher werden dabei zu Zeitreisenden: Von der Steinzeit über das Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert und in die Gegenwart bewegen sie sich von Epoche zu Epoche und erfahren Gartenbaugeschichte hautnah. Dabei brauchen sie kaum Distanzen zu überwinden. Und wenn sie möchten, reisen sie einfach per Schiff, Bus oder Bahn von Garten zu Park. Gärten wie die Inseln Mainau und Reichenau, Kloster und Schloss Salem, die Kartause Ittingen, Schloss und Park Arenenberg und auch das Grenzenlose GartenRendezvous am westlichen Bodensee vereinen sich im grünen Bodenseeverbund.

www.bodenseegaerten.eu

Gartenträume Stauferland

Von der Ostalb über das Filstal bis ins Remstal hinein haben sich Gärten, Burgen, Schlösser und Gemeinden zu dem Gartennetzwerk “Gartenträume Stauferland” zusammengeschlossen. Das ständig wachsende Netzwerk hat sich zur Aufgabe gemacht, Grünflächen umweltfreundlich und nachhaltig zu gestalten, die biologische Vielfalt zu sichern und die Schönheit der Natur in ihrer ganzen Pracht zu präsentieren. Das Netzwerk lädt zu attraktiven Wander- und Fahrradtouren, vielseitigen Einkehrmöglichkeiten, Veranstaltungen, Vorträgen und einer Vielzahl an Aktionen ein, um Lust auf Garten und das Stauferland zu machen. Mit seinen Mitgliedern ist das Netzwerk ein Teil der Traumgärten im Süden.

www.gartentraeume-stauferland.de

Hohenloher Gartenparadies

Rund 30 Akteure des „Hohenloher Gartenparadieses“ bilden ein vielbeachtetes touristisches Netzwerk aus Park- & Gartenbetreibern, die ein gemeinsame Ziel vereint: Die Tore und Türen ihrer mit viel Liebe gestalteten Grün- und Buntflächen zusammen mit den regionalen Tourismusorganisationen für interessierte Besucher und Naturliebhaber zu öffnen. Die bunte Vielfalt großer und kleiner, öffentlicher und privater, hohenlohischer, fränkischer, badischer und schwäbischer Gartenträume verbindet diese Tourismusziele in den beiden deutschen Südländern Baden-Württemberg und dem Freistaat Bayern.

www.hohenloher-gartenparadies.de

 

Workshop “Digitale Vermittlung” – ein Erfolg!

Wir freuen uns, dass unser erster Workshop “Digitale Vermittlung: Chancen und Herausforderungen” am 30. September in Schloss Mannheim ein voller Erfolg war. Herzlichen Dank an die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Referentinnen und Referenten, den Gastgeber mit seinem Team, dem Verein “Schlösser und Gärten in  Deutschland” für die Kooperation und allen anderen Beteiligten.

PM Workshop Digitalisierung 210930

 

Workshop Schloss Mannheim Gruppenbild

Workshop Schloss Mannheim Gruppenbild

 

Workshop Schloss Mannheim 30.09.2021,Referenten und Referentinnen

Workshop Schloss Mannheim 30.09.2021, Referenten und Referentinnen

 

Workshop Schloss Mannheim 30.09.2021,Vortrag Manuela Greipel

Workshop Schloss Mannheim 30.09.2021,Vortrag Manuela Greipel

Workshop: “Digitale Vermittlung: Chancen und Herausforderungen”

Die Welle des digitalen Wandels hat uns alle längst erfasst und stellt uns vor neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen. Ob AR, VR oder QR – was vor wenigen Jahren nur einigen Kulturbewahrern aufgrund knapper Ressourcenlage zugänglich war oder gar als Spielerei belächelt wurde, erlebt nun eine wahre Hochzeit. Virtuelle Rekonstruktionen von Burganlagen oder Schlossräumen, interaktive Medien oder nutzerorientierte Apps, vielfältige Formate schaffen viele besondere und auch nachhaltige Erlebnisse.

An den Besucher von morgen zu denken ist die große Aufgabe, der wir uns alle widmen müssen. Dazu gehört nicht zuletzt, auch das Potenzial der digitalen Kommunikation klug auszuschöpfen. Aus diesem Grund veranstalten wir am 30. September 2021 in Schloss Mannheim einen ganztägigen Workshop unter dem Titel “Digitale Vermittlung: Chancen und Herausforderungen”. Der Workshop gibt nicht nur Einblicke in spannende Projekte, die in der Entwicklungsphase oder bereits erfolgreich abgeschlossen sind, sondern zeigt auch die kritischen Phasen der Umsetzung auf.

SBG Workshop Digitalisierung 2021-09-30

Der Workshop findet in Kooperation mit Schlösser und Gärten in Deutschland e. V. statt.

Logo des Vereins "Schlösser und Gärten in Deutschland e. V."

Schlosserlebnistag 2021

Frauen am Hofe konzentrieren sich im Südosten – Der Schlosserlebnistag 2021 findet in Oberschwaben statt

Baden-Württemberg – Am Sonntag, dem 20. Juni 2021, findet der beliebte „Schlosserlebnistag“ zum 10. Mal statt. Auf Grund der Coronakrise wird er allerdings nur in Oberschwaben gefeiert.

Im Norden, Süden, Osten und Westen Baden-Württembergs hätte es am 20. Juni 2021 vor Frauen am Hof und vielen Gästen wimmeln sollen, denn am dritten Sonntag im Juni veranstalten die Mitglieder des Vereins „Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg e.V.“ seit mehreren Jahren den landesweiten Schlosserlebnistag. Als Thema für den beliebten Familientag war 2021 „Frauen bei Hofe“ geplant, ein Thema, das ein breites Spektrum an Veranstaltungen erlaubt. Für einen gelingenden Schlossererlebnistag müssen die Vorbereitungen jedoch zu einem Zeitpunkt beginnen, an dem in diesem Jahr noch nicht abzusehen war, ob der Pandemieverlauf die Öffnung der beliebten und traditionsreichen Sehenswürdigkeiten erlauben würde. Deshalb entschlossen sich die meisten Verantwortlichen nach sorgfältiger Abwägung, nicht am diesjährigen Schosserlebnistag teilzunehmen.

Anders in Oberschwaben, wo die Corona-Zahlen schon früh einen günstigeren Verlauf erwarten ließen als in anderen Regionen. Dort wurde in sieben Schlössern alles auf eine Karte gesetzt und mutig geplant. So wie es aussieht, wird dieser Mut am kommenden Sonntag belohnt. Unter Einhaltung der Sicherheits- und Hygienebestimmungen wird es in den Schlössern Achberg, Aulendorf, Kißlegg, Meßkirch, Mochental, Sigmaringen und Tettnang ein buntes Programm rund um geschwätzige Gräfinnen und Zofen, kunstsinnige Fürstinnen und reisende Malerinnen geben. Jung und Alt, weiblich oder männlich – alle Generationen werden auf ihre Kosten kommen und einen spannenden Tag an den oberschwäbischen Höfen erleben. Die übrigen Vereinsmitglieder sind zuversichtlich, dass sie 2022 wieder antreten können, wenn es heißt: „Tierisch gut“.

Schlosserlebnistag 2021

Schlosserlebnistag 2021

Gartentourismus in Baden-Württemberg

Gärten sind Besucherattraktionen, deren Potenzial nun wissenschaftlich untersucht wird

England ist das Eldorado der reisenden Gartenliebhaber und -liebhaberinnen, könnte in Zukunft auch Baden-Württemberg zu deren bevorzugten Zielen gehören? Im Rahmen des „Brückenprogramms Touristik“ wird bis Ende des Jahres an der DHBW Ravensburg untersucht, ob und wie sich die allgemeine Garten-Begeisterung für den Tourismus in Baden-Württemberg nutzen lassen könnte. Kooperationspartner ist der Verein „Schlösser, Burgen, Gärten Baden-Württemberg e.V.“, unter dessen Dach sich zwei Gartennetzwerke und zahlreiche Schloss-, Burg- und Klostergärten versammeln.

Die Insel Mainau oder die Schlossparks von Schwetzingen und Weikersheim sind allgemein bekannte und beliebte Ausflugsziele. In Baden-Württemberg gibt es aber viele weitere Gartenattraktionen, nur blühen sie oft im Verborgenen. Da ist etwa Schloss Hohenstadt auf der Ostalb mit einem der ältesten Heckengärten Deutschlands oder der Abteigarten von Kloster Bronnbach im Taubertal mit seinen barocken Charakteristika. Zahlreiche dieser Gärten haben sich im Verein „Schlösser, Burgen, Gärten Baden-Württemberg e.V.“ zusammengefunden, und rund 25 von ihnen präsentieren sich in den Gartennnetzwerken „Gartenträume Stauferland“ und „Hohenloher Gartenparadies“. Zudem besteht eine Kooperation mit dem länderübergreifenden Netzwerk der „Bodenseegärten“. Doch in wie weit können all diese Gärten Gäste anziehen und den Tourismus in den meist ländlichen Regionen ankurbeln? Im Rahmen des „Brückenprogramms Touristik“ startet nun an der DHBW Ravensburg das Projekt „Gartentourismus in Baden-Württemberg“, dessen Ziel es ist, die Potenziale des Gartentourismus im Land zu untersuchen und Handlungsempfehlungen zu formulieren. Hierzu wird derzeit an der Hochschule die Stelle einer Projektmitarbeiter*in ausgeschrieben.

„Das Potenzial des Gartentourismus für die Zukunft haben wir erkannt“, betont Jacqueline Maltzahn-Redling, Vorsitzende des Schlösservereins, „und wir sehen daher eine unserer Kernaufgaben darin, die Vernetzung der Betreiber und Besitzer von Gartenanlagen voranzutreiben, wie dies jüngst bei den Gartenträume Stauferland und dem Hohenloher Gartenparadies geschehen ist. Das Projekt kommt für uns zum richtigen Zeitpunkt, denn die Auswirkungen der Klimaveränderungen sind bereits spürbar, ganz zu schweigen von den durch Covid-19 verursachten wirtschaftlichen Langzeitschäden.“

„Das Projekt soll helfen, die vorhandenen Potenziale des Gartentourismus in Baden-Württemberg weiter zu heben und auszuschöpfen. Dabei sollen als Grundlage für die Überlegungen zum einen die Lernerfahrungen der COVID-19-Pandemie herangezogen werden, zum anderen sollen aber auch anstehende Herausforderungen durch den Klimawandel sowie durch partielle Overtourism-Situationen mit in die Betrachtung einfließen“, beschreibt Prof. Dr. Conny Mayer-Bonde von der DHBW Ravensburg die Zielsetzung.

Stellenausschreibung Projektmitarbeiter*in (m/w/d)

Zur Pressemeldung der DHBW Ravensburg

Märchenstunde auf der Burg Katzenstein

Die Burg Katzenstein in Dischingen auf der Ostalb hat sich etwas Besonderes für die Coronazeit ausgedacht, eine Märchenstunde für Kleine und Große. Das Märchen dreht sich um die Geschichte der Burg und Chakaz, den Sohn eines Wendenkönigs namens Berut. Chakaz wurde 777 von Herzog Tassilo von Bayern beauftragt, einen Turm zu erbauen, aus dem die Burg Katzenstein entstand. Es handelt sich um eine Fortsetzungsgeschichte, die jede Woche eingestellt wird.

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Zudem sind die Besitzer der Burg Katzenstein am Dienstag, dem 9. Februar 2021, zwischen 18:45 und 19:30 Uhr in der Landesschau Baden-Württemberg zu Gast und werden dort über die Geschichte der Burg erzählen.

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Kultursüden Highlights 2021

Die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) hat einen Faltplan mit den Highlights 2021 aus dem Kultursüden veröffentlicht. Allein schon diese Highlights zeigen die ganze Buntheit und Bandbreite der Kultur in Baden-Württemberg. Mit dabei auch die Schlösser, Burgen, Klöster und historischen Gärten des Landes und natürlich unser Verein, der weit über 100 dieser reizvollen Ausflugsziele repräsentiert.

Der Faltplan kann im Broschürenservice der TMBW bestellt werden.

TMBW Faltkarte Kultursueden 2021

 

Wechsel an der Spitze

Bei der Mitgliederversammlung des Vereins am 2. Dezember 2020, die wegen des Pandemiegeschehens nicht wie geplant auf der Insel Mainau stattfand, sondern virtuell, gab es einen Wechsel an der Spitze. Neue Vorsitzende wurde die bisherige Stellvertreterin Jacqueline Maltzahn-Redling, Leiterin von Schloss Neuenbürg im Schwarzwald. Zu ihrem Stellverteter wurde Goswin von Mallinckrodt von der Gamburg im Taubertal gewählt. Sein bisheriges Amt als Schriftführer gab er an Oliver Kage von Schloss Weißenstein in Lauterstein ab.

Michael Hörrmann, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg (SSG BW) und von der Gründung 2011 bis 2018 1. Vorsitzender, übergab den Staffelstab für seinen Beiratssitz Dr. Moritz Lange. Dieser ist als Konservator Archäologie und Projektleiter Keltenerlebniswelt Heuneburg bei der SSG BW im Bereich Sammlungen und Vermittlung tätig. Herr Hörrmann bleibt dem Verein als Ehrenvorsitzender erhalten.

Interview mit der 1. Vorsitzenden Jacqueline Maltzahn-Redling:

Pforzheimer Kurier vom 13.1.21

Muehlacker Tagblatt E-Paper-Ausgabe, 14 Dezember 2020

Pressemeldung Forderung gesellschaftlicher Unterstützung

Hochattraktive Kultur- und Bildungsstätten kämpfen gegen das Aus

Burgen, Schlösser und historische Gärten fordern gesellschaftliche Unterstützung

Der Verein „Schlösser, Burgen, Gärten Baden-Württemberg e.V.“  hob auf seiner alljährlichen Mitgliederversammlung die besondere Rolle der historischen Monumente hervor, die als Kulturbewahrer und Tourismusmotoren wichtige Akteure des Landes sind. Entsprechend der überaus großen Bedeutung und Attraktivität von Schlössern, Burgen, Gärten und Klöstern fordert er eine Unterstützungsleistung der Gesellschaft.

Bei der Online-Zusammenkunft des baden-württembergischen Schlösservereins am 2. Dezember 2020 wurde immer wieder deutlich, wie stark die beliebten Besuchermonumente durch die Auswirkungen der Coronakrise belastet sind. Sie bieten hochattraktive und äußerst beliebte Museen, Veranstaltungsorte und Naherholungsgebiete, halten Märkte ab, betreiben Gastronomie, bewahren historische Bausubstanz, sind beliebte Hochzeitsstätten und tragen nicht zuletzt erheblich zur Tourismuswirtschaft bei. All das kam 2020 fast vollständig zum Erliegen, was viele Besitzer und Betreiber von Monumenten im Südwesten an den Rand des wirtschaftlichen Abgrunds getrieben hat. Tendenziell fallen sie durch die Auffangnetze der Coronahilfen, weil sie gerade aufgrund ihrer Vielfältigkeit nicht klar einzuordnen sind.

Freier Eintritt ohne Gegenleistung?

Erschwerend kommt hinzu, dass die CO2-Abgabe ansteht und der Druck, Barrieren bei den Bildungsangeboten abzubauen und eintrittsfreie Museen zu schaffen, immer größer wird. Der Verein, der mit Jacqueline Maltzahn-Redling, der Leiterin von Schloss Neuenbürg im Schwarzwald, als 1. Vorsitzende und Goswin von Mallinckrodt von der Gamburg im Taubertal als ihr Stellvertreter gerade eine neue Spitze erhielt, sieht darin eine große Gefahr insbesondere für die privaten Betreiber von Schlössern, Burgen, Besucherklöstern und historischen Gärten. Sollten sie auf die Eintrittsgelder verzichten müssen und dafür keinen Ausgleich in Form von Subventionen oder anderweitigen finanziellen Hilfsmitteln erhalten, könnte dies das Aus für viele von ihnen bedeuten. Sie könnten den Betrieb historischer Besuchermonumente mit ihrem wichtigen Bildungsangebot nicht mehr aufrechterhalten und die mithilfe der Eintrittsgelder zu leistende Gebäudeinstandhaltung nicht mehr gewährleisten. Dringend benötigte Arbeitsplätze, darunter auch viele Minijobs, die Personen in Rente bislang vor der Altersarmut schützten, würden dauerhaft wegfallen, die touristische Attraktivität vieler Teile des Landes würde erheblich sinken.

Jacqueline Maltzahn-Redling fordert: „Die historischen Besuchermonumente, von den Leuchttürmen bis hin zu den vielen kleineren Monumenten im vorwiegend ländlichen Raum, sind von hohem gesellschaftlichen Nutzen und wichtige Akteure in unserer Kulturlandschaft. Als Kulturorte, die auch wirtschaftlich von großer Bedeutung sind, leisten wir einen wichtigen Beitrag innerhalb unserer Gesellschaft. Diese Rolle gilt es nun zu stärken. Wenn Museen sich ihr Geld nicht mehr in Form von Eintrittsgeldern verdienen können, dann muss eine Unterstützungsleistung der Gesellschaft vorhanden sein.“ Auch Goswin von Mallinckrodt ist überzeugt: „Wir betreiben hochattraktive Kultur- und Bildungsstätten, die bei Besuchern in ganz besonderem Maße gefragt sind und außerdem eine außergewöhnlich gute Klimabilanz vorweisen können. Trotzdem sind ausgerechnet wir besonders belastet, nicht nur wegen Corona, sondern zum Beispiel auch hinsichtlich der Auflagen der Denkmalpflege. Der besondere gesellschaftliche Nutzen der Monumente sollte künftig touristisch, rechtlich und steuerlich besser gewürdigt werden.“