Kulturerbe als Zukunftskapital für Baden-Württemberg: Unser Positionspapier

Mit unserem Positionspapier „Kulturerbe als Zukunftskapital für Baden-Württemberg“ beziehen wir erstmals umfassend Stellung zu den aktuellen Herausforderungen und Zukunftsperspektiven des kulturellen Erbes in unserem Land. Als größter Zusammenschluss historischer Monumente in Baden-Württemberg setzen wir uns dafür ein, den langfristigen Erhalt von Schlössern, Burgen, Klöstern und historischen Gärten zu sichern und ihre Bedeutung für unsere Gesellschaft stärker ins Bewusstsein zu rücken.

Unsere rund 100 Mitgliedsmonumente stehen für nahezu fünf Millionen Besucherinnen und Besucher pro Jahr. Sie sichern rund 1.000 Arbeitsplätze und leisten einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung, zum Tourismus und zur regionalen Wertschöpfung. Für uns ist klar: Historische Monumente sind weit mehr als Zeugnisse der Vergangenheit. Sie sind Orte der Begegnung, der Bildung und der Identifikation. Sie stärken Regionen, schaffen wirtschaftliche Impulse und verbinden Geschichte mit Gegenwart und Zukunft.

Mit unserem Positionspapier richten wir uns an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wir möchten aufzeigen, welche Rahmenbedingungen notwendig sind, damit unsere Kulturgüter auch für kommende Generationen erhalten bleiben.

Dabei benennen wir vier zentrale Handlungsfelder:

  • Bürokratische Hürden abbauen: Wir setzen uns für praxistaugliche und verlässliche Rahmenbedingungen ein, die den Erhalt historischer Monumente erleichtern.
  • Förderstrukturen verbessern: Wir brauchen langfristig planbare und bedarfsgerechte Förderinstrumente, um den hohen Erhaltungsaufwand dauerhaft bewältigen zu können.
  • Digitale Sichtbarkeit stärken: In einer zunehmend von Künstlicher Intelligenz geprägten Informationswelt muss das kulturelle Erbe digital sichtbar und verlässlich auffindbar bleiben.
  • Anpassung an den Klimawandel unterstützen: Historische Gebäude und Gärten stehen vor großen klimatischen Herausforderungen. Wir fordern gezielte Unterstützung bei Schutz-, Erhaltungs- und Anpassungsmaßnahmen.

Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, historische Monumente stärker als außerschulische Lernorte zu verankern und ihre Erreichbarkeit durch eine bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern.

Hinter jedem gepflegten Schloss, jeder erhaltenen Burg, jedem Kloster und jedem historischen Garten stehen enorme Investitionen, großes Fachwissen und tägliches Engagement. Der Erhalt unseres kulturellen Erbes ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur gemeinsam gelingen kann.

Mit unserem Positionspapier laden wir Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zum Dialog ein. Gemeinsam möchten wir Verantwortung für den Schutz, die Pflege und die Weiterentwicklung des kulturellen Erbes in Baden-Württemberg übernehmen – denn Kulturerbe ist Zukunftskapital.

 

Unser Positionspapier zum Download

Schlosserlebnistag 2026

Zu Tisch in Burgen, Schlössern und Klöstern – Der Schlosserlebnistag 2026 lädt zu „Tafelfreuden“ ein.

Am Sonntag, den 21. Juni 2026, laden Burgen, Schlösser, Klöster und historische Gärten in ganz Baden-Württemberg erneut zu einem erlebnisreichen Tag voller Spiel, Spaß und Entdeckungen ein. Der Schlosserlebnistag hat sich längst als feste Größe im Veranstaltungskalender vieler Familien etabliert. Jahr für Jahr nutzen Tausende Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, Geschichte auf lebendige Weise zu erleben und die faszinierende Welt historischer Monumente kennenzulernen.

Unter dem diesjährigen Motto „Tafelfreuden“ dreht sich alles um die Kultur des Essens, Trinkens und gemeinsamen Feierns. Wo einst Fürsten tafelten, Ritter speisten oder Klostergemeinschaften ihre Mahlzeiten einnahmen, können Gäste in die Genusswelten vergangener Jahrhunderte eintauchen. Dabei geht es nicht nur um Speisen und Getränke, sondern auch um Tischsitten, Gastfreundschaft, exotische Zutaten, festliche Zeremonien und die Geschichten, die sich rund um die Tafel ranken.

Genussgeschichte mit allen Sinnen
Festtafeln gehörten über Jahrhunderte zum gesellschaftlichen Leben von Burgen, Schlössern und Klöstern. Ob prunkvolle Bankette, höfische Zeremonien, einfache Klosterkost oder festliche Rittermahle – Essen war stets mehr als reine Nahrungs-aufnahme. Es spiegelte Macht, Reichtum, Gemeinschaft und kulturellen Austausch wider.
Der Schlosserlebnistag 2026 lädt dazu ein, diese Geschichte mit allen Sinnen zu entdecken. Besucherinnen und Besucher erfahren, welche Speisen auf den Tischen der Herrschenden landeten, wie aufwendig barocke Festessen inszeniert wurden und welche Tischsitten früher galten. Führungen, Mitmachangebote, Geschichten und kulinarische Erlebnisse machen die Vergangenheit auf besondere Weise erlebbar.

Vielfältige Tafelfreuden an historischen Orten
Wie in jedem Jahr greifen die teilnehmenden Monumente das gemeinsame Motto auf unterschiedliche Weise auf und gestalten daraus ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie.

Schloss Brenz bietet von 13.00 bis 17.00 Uhr einen kreativen Familiennachmittag mit Bastelaktionen rund um die Festtafel, Geschichten, Spielen sowie Kaffee und hausgemachten Kuchen. Schlossmuseum und Sonderausstellung sind an diesem Tag kostenfrei zugänglich.
Schloss Bruchsal lädt mit der Familienführung „Barocke Tafelfreuden“ zu einer kulinarischen Zeitreise an den Hof der Fürstbischöfe ein. Weitere Führungen im Städtischen Museum und im Deutschen Musikautomaten-Museum ergänzen das Programm.
Burg Katzenstein lädt mit dem „Ritteressen zu Katzenstein“ zu einer Reise in die Welt mittelalterlicher Tafelfreuden ein. Bei Führungen um 11.00, 14.00 und 16.00 Uhr erfahren die Gäste Wissenswertes über Rittermahle und historische Tisch-sitten.
Neues Schloss Meersburg verbindet den Schlosserlebnistag mit dem Jubiläum „500 Jahre Residenzstadt Meersburg“. Führungen, Musik, barocke Spiele, Puppentheater und Weinproben sorgen für ein abwechslungsreiches Programm.
Schloss Schwetzingen widmet sich mit der Sonderführung „Barocke Tafelfreuden – Zu Tisch in der Sommerresidenz“ der höfischen Esskultur des 18. Jahrhunderts. Ergänzt wird das Angebot durch die Fête de la Musique und den Französischen Markt in der Stadt.
Schloss Weikersheim nimmt die Gäste bei der Führung „Von Gewürzen, Äffchen und Zitronen“ mit auf eine Entdeckungsreise zu exotischen Genüssen und Einflüssen am Hof. Familien können zudem bei „Märchen im Schloss“ in zauberhafte Welten eintauchen.
Schloss Glatt beteiligt sich ebenfalls am Schlosserlebnistag 2026. Das Programm wird derzeit noch vorbereitet und zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Ein Familientag voller Geschichte und Genuss
Ob Rittermahl, barocke Festtafel, Weinverkostung oder kreative Bastelwerkstatt – alle Angebote des Schlosserlebnistags verfolgen dasselbe Ziel: Geschichte lebendig werden zu lassen und Familien gemeinsam auf Entdeckungsreise zu schicken. Die historischen Monumente werden dabei zu lebendigen Schauplätzen, an denen Vergangenheit, Genuss und Gemeinschaft zusammenkommen.
„Der Schlosserlebnistag hat sich in den vergangenen Jahren zu einer wunderbaren Ausflugstradition für Familien entwickelt“, sagt Patricia Alberth, 1. Vorsitzender des Vereins Schlösser, Burgen und Gärten Baden-Württemberg e.V. „Mit dem Motto ‚Tafelfreuden‘ schlagen wir in diesem Jahr eine Brücke zwischen Kulturgeschichte und sinnlichem Erleben. Essen und Trinken verbinden Menschen seit Jahrhunderten – und genau diese Geschichten möchten unsere Mitglieder auf vielfältige Weise erzählen.“

Vielfältige Erlebnisse, ein gemeinsames Motto
Vom mittelalterlichen Rittermahl über barocke Tischkultur bis hin zu Märchenführungen und kreativen Mitmachangeboten zeigt der Schlosserlebnistag 2026, wie facettenreich das Thema Tafelfreuden sein kann. Die Burgen, Schlösser und Klöster Baden-Württembergs laden dazu ein, gemeinsam zu entdecken, zu staunen und zu genießen.

Alle Informationen und Veranstaltungsorte finden Sie unter:
www.sbg-bawue.de/schlosserlebnistag

Schlösser, Burgen und Gärten Baden-Württemberg e.V. vernetzt sich auf der CMT in Stuttgart

Jedes Jahr im Januar trifft sich auf der CMT in Stuttgart die internationale Reise- und Freizeitwelt. Von den neuesten Caravaning-Trends über spannende Reiseziele bis hin zu Outdoor- und Aktivthemen gilt die Messe als größtes Publikumsereignis ihrer Art – und als inspirierender Auftakt in das neue Reisejahr.

Der Verein Schlösser, Burgen und Gärten Baden-Württemberg e.V. nutzte die Messe in diesem Jahr, um Mitglieder aus allen Teilen des Landes zusammenzubringen und die strategischen Weichen für das Jahr 2026 zu stellen. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Erarbeitung eines Positionspapiers, das den Wert der historischen Monumente als Standortfaktor und als Orte des kulturellen wie sozialen Miteinanders hervorhebt. Zugleich formuliert das Positionspapier klare Erwartungen an die Politik, um diese Funkionen auch künftig wirkungsvoll erfüllen zu können.

Natürlich kam auch der persönliche Austausch nicht zu kurz: Die CMT bot den idealen Rahmen, um bestehende Netzwerke zu stärken und neue Kooperationen anzustoßen.

Das Treffen machte einmal mehr deutlich: Die Verbindung von Geschichte, Kultur und modernen Erlebnisangeboten ist ein zentraler Schlüssel, um das reiche Erbe Baden-Württembergs lebendig zu halten und nachhaltig zu vermitteln.

Familie von Mallinckrodt als „Tourismushelden 2026“ auf der CMT ausgezeichnet

Am 21. Januar 2026 war die Gamburg ob der Tauber wieder wie jedes Jahr auf der CMT in Stuttgart, der weltweit größten Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit, präsent. Ein eng getakteter Tag für Familie von Mallinckrodt als Bewohner, Eigentümer und Vermarkter von
Burg und Burgpark Gamburg.

Als Mitglied des Beirats „Schlösser und Gärten“ des „Tourismus Marketings Baden-Württemberg“ (TMBW) nahm Goswin von Mallinckrodt zunächst an der dortigen Sitzung teil. Mittags fand sich am TMBW-Stand mit Herrn von Mallinckrodt aus Gamburg, Prof. Dr. Wolfgang Reinhart (Vizepräsident des Landtags Baden-Württemberg) aus Bad Mergentheim und Patricia Alberth (Geschäftsführerin der „Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg“ und Vorsitzende der „Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg“), ebenfalls aus Bad Mergentheim, tourismus-politische Kompetenz aus dem Taubertal zusammen. Danach ging es zum Arbeitstreffen der „Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg“ (SBG BW), dem größten Landesverband für historische Monumente in öffentlicher und privater Hand, dem der Baron als langjähriges Vorstandsmitglied beiwohnte.
Zu guter Letzt wurde Familie von Mallinckrodt vom Staatssekretär des baden-württembergischen Tourismusministeriums, Dr. Patrick Rapp, auf der Bühne des Atriums der CMT als „Tourismushelden Baden-Württemberg“ in der Kategorie „Freizeit- und Reisebranche / Destinationen“ ausgezeichnet. Ein weiterer Preisträger aus Tauberfranken war Kurt Lindner als Gästeführer des Klosters Bronnbach. Die „Tourismushelden“ werden jährlich vom „Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus“, von der „TMBW“, von den baden-Württembergischen „IHK“s und von der „Messe Stuttgart“ als Veranstalterin der CMT ausgesucht und würdig geehrt. Die Familie von Mallinckrodt setzt sich seit Jahrzehnten
für die Erforschung, Restaurierung und kulturtouristische Vermarktung der Gamburg ein, die damit heute mit ihren einzigartigen Barbarossa-Fresken im romanischen Rittersaal, ihrem außergewöhnlichen barocken Burgpark und ihrem vielseitigen Programm als Kulturerbe
europäischen Ranges gelten darf.

Die Vorsitzende des Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg e.V. Patricia Alberth gratulierte Goswin von Mallinckrodt, selbst langjähriges SBG-Vorstandsmitglied, herzlich zu dieser besonderen Anerkennung.

Neuer Vorstand, klare Vision

Anfang Dezember tagte unser Verein im Residenzschloss Ludwigsburg. Im Mittelpunkt der Versammlung stand der turnusgemäße
Vorstandswechsel. Neue Vorsitzende ist Patricia Alberth, Direktorin der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Mitglieder Tobias Rief, Bürgermeister der Gemeinde Sontheim an der Brenz und Vertreter von Schloss Brenz. Neuer Schatzmeister ist Dr. Matthias Wagner, Kultur- und Veranstaltungsmanager bei der Kongregation der Schwestern des Erlösers in Würzburg. Alexander Schwabe, Inhaber von Schloss Beuggen, übernimmt das Amt des Schriftführers. Als Beisitzende gehören dem Vorstand weiterhin Jacqueline Maltzahn Redling (Staatliche Schlösser und Gärten Baden Württemberg, Referat Bodensee) und Goswin von Mallinckrodt (Burg und Burgpark Gamburg) an. Neu im Gremium ist der Museums- und Ausstellungsgestalter Michael Kowalik.

Gemeinsam repräsentiert der neue Vorstand die große Bandbreite der Vereinsmitglieder – von staatlichen Institutionen über kommunale Träger bis hin zu privaten Monumenteigentümern und Kulturschaffenden. Alberth dankte dem scheidenden Vorstand, insbesondere ihrem Vorgänger Dr. Moritz Lange für die geleistete Arbeit. Zugleich skizzierte sie eine neue strategische Ausrichtung, die den Verein als aktiven Gestalter einer lebendigen Kulturlandschaft positioniert: „Unsere Monumente sind kulturelle Kraftzentren, Identitätsanker und Zukunftslabore. Wir wollen ihre Bedeutung neu erzählen, ihre Potenziale sichtbar machen und sie als Orte des Dialogs, der Kreativität und der regionalen Entwicklung stärken.“

Um diesen Weg konsequent zu verfolgen, wird bereits im Januar auf der CMT in Stuttgart – der größten Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit in Europa – ein erstes Arbeitstreffen stattfinden.

Advent in Schlössern, Burgen und Klöstern

Baden-Württembergs historische Monumente erstrahlen in weihnachtlichem Glanz

Adventsveranstaltungen mag es viele geben, aber selten sind sie so stimmungsvoll wie in Gemäuern aus alter Zeit. Landauf, landab veranstalten die Mitglieder des Vereins „Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg“ in ihren Monumenten Weihnachtsmärkte, Lichtinstallationen und andere festliche Events, um die schönste aller Jahreszeiten zu begehen.

Historische Monumente wie Schlösser, Burgen und Gärten strahlen das ganze Jahr einen besonderen Glanz aus, zur Weihnachtszeit aber verwandeln sich viele in ein besonderes Märchenland. Lichterzauber und wärmendes Feuer, der Duft von Köstlichkeiten wie heißen Maronen, Zimtgebäck und Glühwein, bunte Stände, die in alte Zeiten entführen – nirgends ist der vorweihnachtliche Zauber wohl intensiver zu spüren als hier. Da sie zudem überall im Land zu finden sind, kann man, muss man aber nicht weit reisen, um in diese friedliche Welt zu gelangen, in der die Zeit offenbar stehengeblieben ist.

Weihnachten im Taubertal

Im nördlichen Baden-Württemberg lockt an allen vier Adventswochenenden der Wertheimer Weihnachtsmarkt mit buntem Budenzauber mitten hinein in eine bezaubernde Fachwerkwelt, über der das Schloss leuchtet. An den ersten beiden Wochenenden kann man bei den legendären Glühweinpartys mitfeiern, an den Wochenenden des dritten und vierten Advents einen kleinen Mittelaltermarkt erleben. Ein einzigartiges Erlebnis bietet gleich nebenan der Weihnachtsmarkt im Kreuzgang, Prälatensaal und in der Neuen Galerie des ehemaligen Zisterzienserklosters Bronnbach, der am 7. und 8. Dezember die Tore öffnet und von zahlreichen musikalischen Darbietungen umrahmt wird. Zum Abschluss laden der Chor aus dem Bad Mergentheimer Stadtteil Hachtel und die Blechbläser der „Zwiefach-Boarischen“ zum gemeinsamen Adventssingen ein.

In Bad Mergentheim verwandelt sich vom 29. November bis 1. Dezember das Kurhaus mit seiner Terrasse in einen gemütlichen Weihnachtsmarkt mit liebevoll geschmückten Hütten in ganz besonderer Atmosphäre. Seit dem 8. November und noch bis zum 7. März wird zudem erneut das beliebte „Winterleuchten im Kurpark“ inszeniert, bei dem sich der Park in eine funkelnde Winterlandschaft verwandelt, zu der etwa alle fünf Wochen neue Effekte hinzukommen.

Glanzlichter in den Tälern nahe Stuttgart

Von der Tauber geht es Richtung Neckar, wo auf der Burg Stettenfels am 29. November drei Tage lang die Tore für einen romantischen Spaziergang durch Säle, Türmchen und Verließe der historischen Burganlage geöffnet werden. Im Weihnachtsbiergarten mit seiner herrlichen Aussicht wetteifern mehr als 35 Aussteller um die Aufmerksamkeit der Gäste. Und auch ein Adventscafé sowie musikalische Leckerbissen fehlen nicht. Nicht weit entfernt findet im Bottwartal auf der Burg Lichtenberg am 5., 6., 13. und 14. Dezember jeweils ein festliches Advents-Buffet statt. Bei offenem Kaminfeuer im gemütlichen Rittersaal kann man sich dann mit leckeren Speisen verwöhnen lassen.

Im Remstal verwandelt vom 28. November bis 22. Dezember der diesjährige Schwäbisch Gmünder Weihnachtsmarkt mit über 80 geschmückten Ständen den Marktplatz und den Johannisplatz in ein weihnachtliches Dorf. Neben Attraktionen für Kinder und einem Mittelaltermarkt des Vereins Staufersaga ist ein Höhepunkt die Installation des Weihnachtskalenders am Rathaus, bei dem sich jeden Tag ein Türchen mit einem Gewinn öffnet. Etwas südlicher, im Lautertal, findet rund um das Schloss Donzdorf am 7. und 8. Dezember ein besonderer Weihnachtszauber statt. Dort kann man durch eine heimelige Budenstadt mit Kunsthandwerk und Leckereien, Rahmenprogramm wie Weihnachtskonzert, dem Besuch des Nikolaus, Weihnachtscafé, Schmied-Vorführung und weiteren Attraktionen wandeln.

Burgenweihnacht auf der Schwäbischen Alb

Weit im Osten des Landes lockt mit der Burg Katzenstein eine der ältesten Stauferburgen zu mittelalterlicher Weihnachtsmystik. Am 7. und 8. Dezember zelebrieren die vier Musiker von Turas Math verträumte Musik aus alter Zeit. Begleitet werden sie von Stelzenläufern und Gauklern. Am dritten und vierten Adventswochenende wird zur „heiteren Burgweihnacht“ geladen. Weihnachtsmarkt, Krippe, Glühwein und Grillwurst sowie warme Stuben warten bei diesem Streifzug durch die Geschichte auf die Mittelalterfans.

Nicht ganz so alt, aber doch eine im wahrsten Sinn herausragende Burg feiert seit dem 22. November und noch bis zum 6. Januar „Königlichen Winterzauber“. Statt eines Weihnachtsmarktes wartet auf die Besucherinnen und Besucher der Burg Hohenzollern im Innen- und Außenbereich eine sehr aufwendig gestaltete Sonderausstellung. Mit Einbruch der Dämmerung werden die Fassaden im Burghof mit großflächigen Illuminationen in Szene gesetzt. Ein Hofgaukler, der Nikolaus und seine Helferlein, Cinderellas Marionettenbühne und vieles mehr begeistern Jung und Alt. Natürlich ist auch für winterliche Gaumenfreuden gesorgt.

Oberschwaben und Bodensee im Lichterglanz

Fürstlich geht es im Hohenzollernschloss Sigmaringen beim dortigen Weihnachtszauber zu. In zurückhaltend dekorierten Räumen werden bis zum 29. Dezember an jedem Wochenende bei einer speziellen Themenführung traditionelle Sitten und Bräuche vorgestellt, wodurch die Magie der traditionellen deutschen Weihnacht spürbar wird. Zum Abschluss wird Glühwein oder Punsch in der historischen Schlossküche ausgeschenkt.

Die Adventszeit in Oberschwaben entführt ins Barock. So lassen in Kloster Ochsenhausen vom 28. November bis 1. Dezember geschmückte Stände den Innenhof in festlichem Glanz erstrahlen und warten mit allerlei Geschenken und weihnachtlichen Leckereien auf. Ein buntes Rahmenprogramm macht den Marktzauber perfekt. Am ersten und zweiten Adventswochenende lädt das Neue Schloss Tettnang zu „Weihnachten im Schloss“ ein. Die Gäste von Kloster und Schloss Salem dürfen sich am Samstag, 30. November, und Sonntag, 1. Dezember, auf duftendes Gebäck, heiße Getränke und andere kulinarische Spezialitäten sowie Kunsthandwerk, Geschenkideen und vielfältige regionale Produkte freuen.

Auf der Insel Mainau verzaubert seit dem 19. November und noch bis zum 6. Januar der „Christmas Garden“ zum vierten Mal das Publikum mit farbenfrohen neuen Lichtattraktionen. Auf vielfachen Wunsch des Publikums gibt es außerdem erstmals ein „Best-of“ der schönsten Highlights aus drei Jahren Christmas Garden Insel Mainau.

Kerzenschein in Schwarzwald und Kraichgau

Auch in den Schlössern und Klöstern des Schwarzwalds und des Kraichgaus erstrahlen weihnachtliche Lichter, erschallen Adventsklänge und verlockt Glühweinduft. Am Samstag, 30. November, erstrahlen über Klosterplatz und Glaunerhof die „Sterne über Alpirsbach“. Bei dem festlichen Weihnachtsmarkt werden ebenso wie in Kloster Maulbronn am 7. und 8. Dezember zu vielfältigen Köstlichkeiten und stimmungsvollem Rahmenprogramm in reich dekorierten Buden eine Fülle von Geschenken präsentiert. Beide Abteien bieten zudem bis Anfang Februar die Sonderführungen „Bei Kerzenschein und Glühwein“ an, bei der die uralten Klostermauern in stimmungsvollem Licht erscheinen.

Südlich von Pforzheim herrscht am zweiten Adventswochenende in Schloss Neuenbürg eine ganz besonders märchenhafte Stimmung, wenn vor der weihnachtlich dekorierten Schlosskulisse der weit über die Region hinaus beliebte Advents- und Kunsthandwerkermarkt stattfindet. Während des Marktes sind das Museum sowie die Sonderausstellungen „Brücken“ (Fotoausstellung) und „UR WELT FORM – Objekte und Malerei von Ulrike Donié-Forum für zeitgenössische Kunst“ zu besichtigen.

Sterne über der Rheinebene

In Ettlingen bietet vom 28. November bis 29. Dezember bereits zum 37. Mal die stilvoll geschmückte Altstadt den wunderschönen Rahmen für den „Sternlesmarkt“. Selbst geschnitzte Holzspielzeuge, Lederwaren, ausgefallener Silber- und Edelstahlschmuck, Stoffartikel und zahlreiche weitere Geschenkartikel werden an den Ständen feilgeboten, während auf der Bühne ein abwechslungsreiches Programm stattfindet und Kinder im historischen Kinderkarussell oder im Kinderriesenrad Runde um Runde drehen.

Festlichen Glanz bringt der Adventsmarkt in den Ehrenhof von Schloss Bruchsal. Hier können sich Besucherinnen und Besucher von Donnerstag, 5. Dezember, bis Montag, 9. Dezember, und von Donnerstag, 12. Dezember, bis Sonntag, 15. Dezember, in besinnliche Stimmung versetzen lassen, einzigartige Geschenke finden und eine Vielzahl regionaler Spezialitäten genießen. Ein buntes Rahmenprogramm sorgt für gute Unterhaltung. Zudem findet in Schloss Bruchsal an den vier Wochenenden vor Weihnachten wieder das traditionelle Adventssingen statt, bei dem regionale Chöre die barocke Eingangshalle in einem Wettbewerb zum Klingen bringen.

Letztes Event des Jahres 2024 in Waghäusel ist am 21. Dezember der „Advent am Schloss“, der an und in der Eremitage stattfindet. Gemeinsames Liedersingen, offene Druckwerkstatt, Märchenlesung und Sonderführungen im Schloss sowie ein traditionelles kulinarisches Angebot mit selbst gebackenem Kuchen, Wildschweinwürstchen und Winzerglühwein sorgen für ein ebenso stimmungsvolles wie genussreiches Ambiente, das die Hektik der Vorweihnachtszeit vergessen lässt.

Neben den hier vorgestellten Advents- und Winterveranstaltungen gibt es in den Burgen, Schlössern, Klöstern und historischen Gärten eine Vielzahl weiterer Attraktionen und Events. Die Informationen sind auf den jeweiligen Webseiten der Monumente oder in den Touristinfos zu finden.

PM_SBG_Adventsattraktionen_28.11.2024

Zepterwechsel an der Spitze

Der baden-württembergische Schlösserverein bricht zu neuen Ufern auf

Am Montag, dem 18. November, traf sich der Verein Schlösser, Burgen, Gärten Baden-Württemberg in Kloster Maulbronn zur Mitgliederversammlung. Dabei wurden Teile des Vorstands neu gewählt und Ideen für die zukünftige Ausrichtung diskutiert.

Den Mitgliedern des baden-württembergischen Schlösservereins steht eine reiche Auswahl von attraktiven Versammlungsorten zur Verfügung, dieses Mal kamen sie in Kloster Maulbronn zusammen, das in der abendlichen Novemberatmosphäre ein besonderes Flair entwickelte. Auch bei der turnusgemäßen Mitgliederversammlung konnte nicht von Novembertristesse die Rede sein, stattdessen herrschte Aufbruchstimmung.

Neue und bekannte Gesichter

Hinter dem Verein liegt eine turbulente Zeit mit mehreren Wechseln im Vorstand, nun sind die Weichen für ruhigeres Fahrwasser gestellt. Nachdem Philipp Fürst zu Hohenlohe-Langenburg (Schloss Langenburg), Dr. Anja Hoppe (Burg Hohenzollern) und Oliver Kage (Schloss Weißenstein) ausgeschieden sind, konnte der Vorstand neu besetzt werden. Erster Vorsitzender wurde der frühere Stellvertretende Vorsitzende Dr. Moritz Lange. Der promovierte Archäologe ist bei den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg unter anderem als stellvertretender Leiter im Bereich Entwicklung, Sammlungen und Besucherangebote sowie als Konservator Heuneburg, badische Burgen und römische Badruinen tätig. Zu seinem Stellvertreter wählte die Versammlung Tobias Rief, der seit Juni 2022 der Gemeinde Sontheim an der Brenz als Bürgermeister vorsteht und damit Schloss Brenz vertritt. Zur Schriftführerin wurde Katharina Tank gekürt, zunächst stellvertretende, seit Mai 2024 leitende Geschäftsführerin der Burgenstraße e.V. sowie Spezialistin für Social-Media-Kommunikation und Marketingstrategien. Zweiter Kassenprüfer ist nun Dr. Matthias Wagner, der als Betriebsleiter des Eigenbetriebs Kloster Bronnbach zum Verein stieß, seit 2023 Veranstaltungsmanager der Kongregation der Schwestern des Erlösers in Würzburg ist und viele Jahre als Schatzmeister des Schlösservereins fungierte. Die übrigen Vorstandsmitglieder – Schatzmeister Alexander Schwabe (Schloss Beuggen), die Beisitzenden Jacqueline Maltzahn-Redling (Schloss Neuenbürg) und Goswin v. Mallinckrodt (Burg Gamburg) sowie der Kassenprüfer Michael Nomidis-Walter (Burg Katzenstein) – sind noch für ein weiteres Jahr im Amt und mussten nicht neu gewählt werden.

Aufbruch in die Zukunft

Im zweiten Teil der Versammlung diskutierten die anwesenden und online zugeschalteten Mitglieder über die zukünftige Ausrichtung des Vereins. Geplant ist unter anderem eine Erweiterung auf die grenznahen Gebiete der Nachbarstaaten und -bundesländer. Um die Wünsche und Anregungen der Vereinsmitglieder in Erfahrung zu bringen, wurde ein Fragebogen entwickelt. Darin wird unter anderem ermittelt, wie der Netzwerkcharakter gestärkt werden könnte, Marketing und Pressearbeit erweitert und welche Kooperationen ausgebaut werden sollten. Dr. Lange liegt die Teilhabe der einzelnen Mitglieder besonders am Herzen: „Den Schwerpunkt meiner Vorstandsarbeit werde ich auf den internen Austausch unter den Mitgliedern und die Stärkung des Netzwerks legen. Zudem möchte ich in Zukunft zielführend Projekte für die Mitglieder auf den Weg bringen, um den Mehrwert für diese auszubauen.“

PM_SBG_Mitgliederversammlung_18.11.2024

Schlosserlebnistag 2024

Hilfe, die Gespenster kommen

Ein Schloss ohne Schlossgespenst, eine Burg ohne Geister? Das geht gar nicht, gelten die historischen Orte doch als optimale Herbergen für diese übernatürlichen Wesen. Das dachten sich auch die Verantwortlichen des Vereins „Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg“, als sie sich das diesjährige Motto „Geister & Gespenster“ für den Schlosserlebnistag überlegten.

Geisterhaftes in den Kasematten und im Verlies

Auf der Burg Hohenzollern, die als Prototyp eines Schlosses durchgehen könnte, in dem Geister und Gespenster ihr Unwesen treiben, kann man an diesem Tag unter Umständen einem kopflosen Herrn begegnen oder in den Kasematten im Schein der Taschenlampen gespenstische Überraschungen erleben. Auf der Bühne des Berliner Puppentheaters macht sich Otfried Preußlers „Kleines Gespenst“ breit, und natürlich erwartet die kleinen und großen Besuchergeister der Burg auch Kulinarisches.

Neben einer Kuratorenführung durch die Ausstellung „ZeitRäume“ und der öffentlichen Schlossführung gibt es im Neuen Schloss Kisslegg in Oberschwaben eine „Geisterstunde“ für Kinder. Dabei macht sich eine Geburtstagsgesellschaft auf die abenteuerliche Suche nach dem Schlossgespenst. Einen gruselig-spannenden Event-Nachmittag und Abend, bei dem das Schlossverlies neu eröffnet wird, kann man auf Schloss Weißenstein in Lauterstein erleben. Nachdem im Verlies die Schloss-Fledermaus Marty McFly zusammen mit dem guten Geist des Hauses, der „Weißen Frau“, die Gäste begrüßt hat, können diese auf eine geisterhafte multimediale Laser-Großproduktion im Gewölbekeller gespannt sein.

Gespenstisch schön und doch gruselig

Beim Tag der offenen Tür in Schloss Neuenbürg wird im Konzert mit Celtic Fairytales eine märchenhafte Reise in die Anderswelt geboten. Ganz im Norden Baden-Württembergs, an der Tauber, gibt es im Wertheimer Schlösschen im Hofgarten Spiel und Spaß für die ganze Familie rund um Geister und Gespenster. Im Residenzschloss Mergentheim geht es auf Geisterwegen durch das Schloss, und auch auf den Rundgängen durch die Playmobil-Sonderausstellung gibt es kleine Gespenster zu entdecken. Zudem werden Gespenstergeschichten angeboten, und wer möchte, kann sich eigene Geister basteln.

In Schloss Ettlingen wird unter anderem bei einem Kinder-Workshop in Erfahrung gebracht, ob Gespenster immer durchsichtig und furchterregend sind und ob sie nicht auch das Sonnenlicht sehen möchten. Unter dem Titel „Gespenstisch schön“ kann man oder vielleicht doch eher frau sich barocke Schönheitstipps holen.

In Schloss Brenz in Sontheim besteht die Möglichkeit, sich eine eigene Gespensterrassel zu basteln oder sich auf Gespenstersuche in dem alten Gemäuer zu machen. Letzteres ist bei einer gewandeten Kinderführung auch auf der Burg Katzenstein in Dischingen möglich. Im Schlossgarten der Stadt Donzdorf geht es weniger geisterhaft zu als handfest marktorientiert. Hier stehen bei „Schloss.Garten.Genuss – Der Markt für Besonderes“ Natur und Garten im Mittelpunkt.

Der Schlosserlebnistag hat sich längst in den zahlreichen Veranstaltungsreihen des Landes etabliert und ist alles andere als eine flüchtige Geistererscheinung. Die kleinen und großen, jungen und älteren Gäste dürfen sich auf einen Familiensonntag freuen, bei dem die Geister und Gespenster zusammenkommen, um für jede Menge Spaß und Unterhaltung zu sorgen.

www.sbg-bawue.de/schlosserlebnistag

Lust auf Frühling und die Draußenzeit

Nach den Eisheiligen geht die Gartensaison los – die Gärten der Kooperation „Traumgärten im Süden“ bieten Inspiration für die Gartengestaltung

Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer wissen, sind Pankratius, Servatius, Bonifatius und zuletzt die „kalte Sophie“ am 15. Mai vorbei, gibt’s kein Halten mehr. Dann startet die Pflanzsaison und die über den Winter gereiften grünen Ideen werden umgesetzt. Inspiration für die weitere Gestal-tung bieten die Gärten anderer Gartenbegeisterter, ob im Kleinen und im direkten Umfeld über den Gartenzaun oder in größerer Dimension wie in Gartenanlagen, Parks und Schlossgärten. Dazu wartet die Initiative „Traumgärten im Süden“ mit vielfältigen Empfehlungen, Veranstaltungen und Gestaltungsideen in Baden-Württemberg und Bayern auf – vom Bo-densee und den angrenzenden Ländern bis ins nördliche Franken reicht das Spektrum. Dieses umfasst grüne Refugien mit Weitblick über Seen und Berge über von üppigen Parklandschaften umgebene Schlösser bis hin zu zauberhaften Bauerngärten. Alles sind echte Sehnsuchtsorte, ideale Ausflugsziele und jeder ist ein unendlicher Quell für Anregungen für den eigenen Garten. Bei der Reiseplanung hilft die Website der Initiative www.traumgaerten-im-sueden.de mit Informationen zu den Gärten sowie einer interaktiven Karte.
Bei den „Traumgärten im Süden“ handelt es sich um einen Zusammenschluss regionaler Gartennetzwerke: der Bodenseegärten mit 48 Parks und Gärten in vier Ländern, dem Hohenloher Gartenparadies mit rund 30 Mitgliedsgärten, der Gartenträume Stauferland mit Gärten auf der Ostalb über das Filstal bis zum Remstal sowie dem Verband Bayrischer Parks und Gärten e. V., zu dem nahezu 20 Gärten zählen.

Kontakt:

Verein Bodenseegärten
Schloss Arenenberg, 8268 Salenstein, Tel. +41 58 345 74 27, info@bodenseegaerten.eu, www.bodenseegaerten.eu,
www.facebook.com/bodenseegaerten, www.instagram.com/bodenseegaerten

Geschäftsstelle Gartennetzwerk Gartenträume Stauferland
c/o Touristik & Marketing GmbH, Marktplatz 37/1, 73525 Schwäbisch Gmünd, Tel. +49 172 71 29 296, stefanie.kutil@gartentraeume-stauferland.de, www.gartentraeume-stauferland.de

Hohenloher Gartennetzwerk
c/o Kurverwaltung Bad Mergentheim, Lothar-Daiker-Straße 4, 97980 Bad Mergentheim, Tel. +49 7931 9650, gartennetzwerk@kur-badmergentheim.de, www.hohenloher-gartennetzwerk.de

Bayerisches Gartennetzwerk
c/o Schlossverwaltung Dennenlohe, Dennenlohe 1, 91743 Unterschwaningen, Tel.+49 9836 96888, info@dennenlohe.de, www.gartennetzwerk-bayern.de, facebook/bayerisches gartennetz

 

Krisenfestes Netzwerk bewährt sich

Krisenfestes Netzwerk bewährt sich
Der Verein Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg tagte in Schloss Beuggen

Im Vorfeld seiner Jahrestagung am 16. November 2023 in Schloss Beuggen (Rheinfelden) trafen sich die Mitglieder des Vereins Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg zu ihrer alljährlichen Hauptversammlung und kamen mit weiteren Gästen zu einem genussreichen Abend zusammen. Am nächsten Tag erörterten sie in der Fachtagung anhand von Best-Practice-Beispielen Wege in und aus den Krisen.

Coronakrise, Ukrainekrieg, Energiekrise, Teuerungen auf dem Energiesektor, Personalmangel – die Besitzer und Betreiber von historischen Monumenten haben mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Dass sich die Mitglieder des Vereins Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg e.V., des landesweit größten touristischen Interessensverbands für historische Bau- und Gartenmonumente in Baden-Württemberg, davon nicht entmutigen lassen, zeigten ihre Mitgliederversammlung und Jahrestagung in Schloss Beuggen. Letztere stand unter dem Thema „Einfach machen – Wege in und aus den Krisen“. Dass die Vereinsmitglieder diese Wege aktiv beschreiten, kam schon bei der am 15. November abgehaltenen Mitgliederversammlung zum Ausdruck.

Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorstand sprach Barbara Saebel, als Landtagsabgeordnete Sprecherin der Fraktion GRÜNE für Kulturliegenschaften des Landes Baden-Württemberg und zuständig für den Bereich Denkmalschutz, bei der Mitgliederversammlung ein Grußwort. Unter anderem berichtete sie von der KERES-Abschlusskonferenz in Potsdam (KERES = Kulturgüter vor Extremklimaereignissen schützen und Resilienz erhöhen) und Webinaren mit internationalen Persönlichkeiten rund um das Thema Denkmal, die für die Verantwortlichen von historischen Monumenten wichtige Aspekte aufgreifen. Im Anschluss wurde Angela Keller von Tourismus Marketing Baden-Württemberg online dazugeschaltet. Sie informierte über die enge und effektive Zusammenarbeit des Schlösservereins mit Tourismus Marketing und die Ergebnisse einer für die Vereinsmitglieder wichtigen Marketingstudie.

Ein Vorstand mit Tradition

Bei der Mitgliederversammlung wurde turnusgemäß ein neuer Vorstand gewählt. 1. Vorsitzender wurde Gründungsmitglied Philipp Fürst zu Hohenlohe-Langenburg, ihn vertritt als 2. Vorsitzender Dr. Moritz Lange von den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg. Das Amt des Schriftführers übernimmt erneut Oliver Kage von Schloss Weißenstein (Lauterstein) und das des Schatzmeisters Alexander Schwabe vom Neumitglied Schloss Beuggen (Rheinfelden). Beisitzer sind Dr. Anja Hoppe von der Burg Hohenzollern, Jacqueline Maltzahn-Redling von Schloss Neuenbürg und Goswin Mallinckrodt von der Burg Gamburg. Als Kassenprüfer fungieren wie bisher Michael Nomidis-Walter von der Burg Katzenstein und Thomas Kanjar vom Hohenzollernschloss Sigmaringen. Ausgeschieden ist aufgrund beruflicher Veränderung der bisherige Schatzmeister Dr. Matthias Wagner.

Im Anschluss luden der Vereinsvorstand, der Rheinfelder Oberbürgermeister Klaus Eberhard und die Eigentümer von Schloss Beuggen, Franziska Tanner und Alexander Schwabe, die anwesenden Vereinsmitglieder, geladene Gäste und die Vertreterinnen und Vertreter der Presse zum Apéro mit Häppchen ein. Ein Galadinner im Rittersaal des Schlosses rundete den Abend ab und führte zu einem regen Austausch, der einmal mehr deutlich machte, dass der Verein bestens aufgestellt ist, um die Auswirkungen der Krisen mit Tatkraft und gegenseitiger Unterstützung etwas zu mildern.

Raus aus dem Krisenmodus

Am Donnerstag, 16. November, hieß es bei der Tagung „Einfach machen – Wege in und aus den Krisen“. Nach dem Grußwort durch den Rheinfelder Oberbürgermeister Klaus Eberhardt und der Einführung durch den Vereinsvorsitzenden Philipp Fürst zu Hohenlohe-Langenburg sprach Patricia Alberth, seit diesem Jahr Geschäftsführerin der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, die Keynote zum Thema „Resilienz und Wandel: Aktuelle strategische Ansätze der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg“. Ihr folgte der Hausherr auf Schloss Beuggen, Alexander Schwabe, mit seinem Vortrag „Vom Investment zum Vermächtnis“, in dem er nicht nur schilderte, wie er zum Schlossbesitzer wurde, sondern auch sein Konzept für Schloss Beuggen vorstellte. Roswitha Walter präsentierte unter dem Titel „Es führt immer eine Tür nach außen – einfach machen“ ihre mit viel Energie und Tatkraft entwickelten Aktivitäten, die die Burg Katzenstein in den vergangenen Jahren erfolgreich durch die Krisenzeit brachten. Nach der Mittagspause legte Bernolph Freiherr von Gemmingen die „vernetzten Konzepte auf Burg Guttenberg“ zur Krisenbewältigung dar und machte dabei deutlich, wie sinnvoll es sein kann, bei der Bewirtschaftung eines historischen Monuments nicht nur auf ein Standbein zu setzen. Max-Richard Freiherr Raßler von Gamerschwang schilderte, wie das ebenfalls private Kulturdenkmal Schloss Weitenburg durch Gastronomie und Hotellerie auch in Krisenzeiten erfolgreich erhalten werden konnte. Während der Pausen nutzten die Anwesenden die Möglichkeit zu gegenseitigem Austausch und zur Diskussion der verschiedenen Bewältigungsstrategien. Am Ende waren sich alle einig, dass durch die Veranstaltung das Gefühl gestärkt wurde, mit den Problemen, die ein historisches Bauwerk aufwirft, nicht allein dazustehen. Zudem konnten konkrete Ideen zur Umsetzung und damit Wege aus den Krisen aufgezeigt werden.

 

Reaktionen in den Medien:

TeleBasel, 20. November 2023

Bericht Oberrheinische Zeitung, 18. November 2023

Basel jetzt, 17. November 2023

Badische Zeitung, 12. November 2023